Denkmalschutz des Alten Forsthauses Rehsiepen
Ein Ziel der Stiftung ist der Erhalt des Forsthauses als Denkmal für die Nachwelt.Dies ist mit den finanziellen Mitteln der Stiftung und mit großem Arbeitseinsatz gelungen.
Nach dem Kauf des Alten Forsthauses standen für das Ehepaar Michels zahlreiche Renovierungsarbeiten an, davon viele in bewundernswerter Eigenleistung.
Das vorhandene Expertenwissen im Stiftungsrat und die dabei gewonnenen Erfahrungen werden zur Wiederherstellung und den Erhalt anderer Objekte als erhaltenswertes Denkmal kostenlos angeboten.



Regelmäßig wiederkehrende Erhaltungsarbeiten





Im Jahr 2011 erhielt das Dach eine neue Verschieferung in "Altdeutscher Doppeldeckung", und die Giebelzier wurde nach altem Vorbild komplettiert
Das Denkmal geschützte Alte Forsthaus in 57392 Schmallenberg-Rehsiepen, gelegen am Ende der Straße "Zum Alten Forsthaus", ist ein lohnendes Ausflugsziel für Besucher der Region, verbunden mit Führungen im Forsthaus, die dem jährlichen Veranstaltungskalender zu entnehmen sind.
Als wertvolles Kulturdenkmal der Forstgeschichte wird es mit viel Liebe und Sorgfalt erhalten. Denkmalpflege und Denkmalschutz sichern nicht nur die historische Bausubstanz, sondern bewahren auch die Geschichte und Geschichten, die dieses einzigartige Gebäude prägen.
Die echten historischen Baustoffe und die damit verbundenen Techniken passen zu dem alten Gebäude des Revierförster-Etablissements. Landschaft und Architektur sind aufeinander abgestimmt. Die für frühere Forsthäuser typischen Schwebegiebel mit dem sogenannten Geck oder Donnerbesen sind ein Blickfang, das Dach wurde mit altdeutscher Doppeldeckung aus heimischem Schiefer versehen, und der Wohnteil erhielt 1927 als Isolierung eine schlichte Verschieferung.
Eine Hausfassade ist nicht reine Privatsache, sondern sie ist eine Schnittstelle zwischen privatem und öffentlichem Raum. Ebenso sind Fenster mehr als verglaste Öffnungen in der Wand, wie ein Blick auf die alten Holzsprossenfenster beweist.
Im Inneren haben sich zahlreiche Originaldetails aus der Erbauungszeit erhalten, wie zum Beispiel das Fischgrätenmuster aus Feld- und Bachsteinen auf dem Tennenboden, der Gewölbekeller mit dem Backofen, die Räucherkammer auf dem Dachboden, der geschliffene Schieferboden und die Geschosstreppe mit den gedrehten Trailen (Verbindungsstäbe zwischen Stufen und Handlauf) im Flur, die gestemmten Zimmertüren mit Futter und Bekleidung, die Fenster- und Türgriffe aus Messing. Weitere ungewöhnliche Details sind das kleine Flurfenster als Lüftung für die Speisekammer, die markanten Schubläden unter den Fensterbänken, die das Tauwasser der Fensterscheiben aufnahmen, und die gusseisernen Heizkörper. Durch die Verwendung natürlicher und regionaler Baustoffe werden Rohstoffe und Energie eingespart.
Denkmäler zeichnen sich durch Langlebigkeit und Reparaturfähigkeit aus. Denkmalpflege kann deshalb als Synonym für Nachhaltigkeit und Klimaschutz gelten. Ziel ist es, das Forsthaus in seinem ursprünglichen Zustand zu bewahren und gleichzeitig behutsam zu modernisieren, damit es auch für kommende Generationen ein lebendiger Teil unserer Geschichte bleibt. Dabei arbeitet die Stiftung eng mit Denkmalschutzbehörden und Experten zusammen, um sicherzustellen, dass alle Maßnahmen den strengen Auflagen des Denkmalschutzes entsprechen.
Gleichzeitig bietet die Stiftung auch Beratungen für andere Eigentümer von denkmalgeschützten Gebäuden an. Mit den Erfahrungen und dem Fachwissen unterstützt die Stiftung Sie gerne und steht Ihnen nach Möglichkeit bei der Erhaltung und Restaurierung des eigenen Denkmals zur Seite. Ob es um praktische Tipps, detaillierte Planungen oder die Zusammenarbeit mit Behörden geht – die Stiftung berät Sie gerne im Rahmen ihrer Möglichkeit. Ein Beispiel dafür ist die Erhaltung des ehemaligen Gasthofs Grübener in Stünzel, Kreis Wittgenstein.
Der ehemalige Gasthof Grübener in Stünzel, Kreis Wittgenstein
Wir laden Sie ein, mehr über unsere Bemühungen im Bereich Denkmalschutz und Denkmalpflege zu erfahren und zu sehen, wie sich Tradition und Moderne harmonisch verbinden lassen. Ihr Besuch im Alten Forsthaus wird zu einer Reise in die Vergangenheit, die zugleich einen Blick in die Zukunft wirft.
Zu dem angebotenen Erlebnis gehört auch ein Blick auf den liebevoll angelegten Bauerngarten am Alten Forsthaus, die eigene Wasserversorgung und die 2012 eingerichtete Breitband-Erdbeben-Messstation der Bundesanstalt für Geowissenschaften in Hannover auf dem Grundstück.
